Mit Leichtigkeit schwierigste Ansprüche auf der Gitarre meistern?
Die Stimme im Klang   —   John Weise
Die Stimme im Klang
John Weise

Seminare & Einzelunterricht

Gitarrenunterricht in Velbert-Langenberg

Die Gitarre im Unterricht

Mit Leichtigkeit schwierigste Ansprüche meistern?

Im Unterricht werden mentale wie motorische Strategien entwickelt, mit denen sich eine inspirierende, kreativstiftende Leichtigkeit im Spiel einstellt.

Die Beschränkung der Gitarre auf sechs Saiten fordert für die Mehrstimmigkeit in der Musik die Bewältigung komplexer und herausfordernder Bewegungsmuster. Dies führt bei Anfängern wie Profis leicht zu Frustrationen, sind keine Strategien zur Bewältigung vorhanden.
Folgende Umstände treten dabei in die nähere Betrachtung:

  • eine Änderung der mentalen, motorischen Konzepte
  • persönliche, unbewusste Strategien der Problembewältigung
  • eine Aufgliederung des Gesamtproblems in kleine, bewältigbare Teilaufgaben („Häppchen“)
  • die häusliche Übesituation bei Kindern

Mein Anliegen ist es, nachhaltige Wege aufzuzeigen, die aus der Sackgasse der Kompliziertheit und der Kraftanstrengung herausführen. Dagegen stellen sich spielerische Leichtigkeit und tiefe Kreativität ein, womit wertvolle, im besten Fall tiefe Erfahrungen und im gleichen Zuge auch die Entfaltung von Persönlichkeit und Erweiterung des eigenen Horizontes verbunden sind.

Ich biete...

Ich bin studierter Gitarrenpädagoge mit zusätzlicher Ausbildung am Lichtenberger® Institut. Außerdem weise ich eine über dreißig jährige Berufserfahrung auf und habe Schüler aller Altersgruppen und unterschiedlichster Ansprüche, bis hin zu Wettbewerben und zum Musikstudium begleitet.
Für Kinder habe ich ein eigenes Lehrwerk erstellt, welches viele gute Konzepte der Gitarrenpädagogik versucht zu vereinen. Außerdem gehören regelmäßige Vorspiele zu meinem pädagogischen Konzept.

Ich biete ein fundiertes Wissen über Anatomie und Physiologie und die sensible Begleitung synergetischer und systemischer, innerer Prozesse, hin zur Selbstregulation.

  • sensorische Wahrnehmungsschulung
  • prozessorientierte Vorgehensweisen
  • Stimulation von Selbstregulation
  • Förderung des „Inneren Lehrers“
  • große Einfachheit in starker Komplexität
  • Differenzierung durch Lösung von Druck
  • Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und inneren Prozesse

Für wen ist der Unterricht geeignet?

Für Kinder

Mit einem eigenen Lehrwerk versuche ich viele gute Konzepte der Gitarrenpädagogik zu vereinen und eine kindgerechte Aufarbeitung der Anforderungen beim Erlernen des Instruments zu bieten.
Regelmäßige Vorspiele gehören bei mir mit zum pädagogischen Konzept. Diese sind nicht nur für die Eltern schön, erlebt man doch sein Kind in einer ganz anderen Situation und bekommt zu dem noch einen guten Überblick über andere Schüler*innen. Sie bieten aber auch den Schülerinnen und Schülern selbst ein wertvolles Lernfeld.

Außerdem bezieht mein Unterricht die Lichtenberger® Methode mit ein. Sie ermöglicht einen essentiell tieferen motorischen Lernprozess und einen kreativen Umgang mit dem Instrument und der Musik, anstatt nur Ausführende*r zu sein.

Bei entsprechendem Interesse und Begabung, kann ich Schüler*innen auch auf Wettbewerbe, wie z. B. Jugend-musiziert vorbereiten und diese dort positiv und erfolgreich hindurchführen.

Für Fortgeschrittene und Profis

Bei fortgeschrittenen Schüler*innen und Profis rücken zunehmend zwei Aspekte stärker in den Fokus:

  • Musikalische Stile und Ausdrucksformen
    inkl. eines historisch verankertem Verständniss für das Wesen z. B. von Verzierungen oder der Affektenlehre
  • Selbständiges Bearbeiten und Einrichten von Werken auch außerhalb der originalen Gitarrenkompositionen
    Strategien zur Umsetzung des Notentextes und der musikalischen Idee auf einer durch sechs Saiten beschränkten Gitarre
  • Motorische Herausforderungen meistern
    Hierfür ist nicht stupides Üben in Form von bloßem Wiederholen notwendig, sondern das Überwinden von (mentalen) Strategien des Nervensystems. Wir brauchen eine neue Leitempfindung, die druck- und kraftorientierte Muster auflöst um das Genie in uns zu wecken, welches mit imposanter Leichtigkeit und Beiläfugkeit, ohne unser „Zutun“, in Selbstorganisation die motorische Kontrolle übernimmt und in der ihm eigenen Regie eigenständig die Probleme auflöst und die Herausforderungen meistert.
  • Inspiriertes, kreatives Musizieren
    Was bedeutet das eigentlich und wie unterscheidet sich dies von dem bloßen Reproduzieren selbst feinst angelegter und ausgefeiltester musikalischer Spielanweisungen?

Unterrichtsformen und Preise

Grundsätzlich sind Unterrichtsstunden im wöchentlichen Turnus, sowie ein tägliches Lernen nötig, um ein Instrument zu erlernen.
Bei fortgeschrittenen Schüler*innen ist auch ein größerer Abstand zwischen den Stunden möglich. Voraussetzung für ein sinnvolles Lernergebnis wäre dann aber neben dem nötigen Lernstand auch die entsprechende Disziplin, um über den größeren Zeitraum täglich selbstverantwortlich Lernen zu können.

Folgende Unterrichtsformen werden empfohlen:

Für Anfänger*innen

  • 30-Minuten-Stunde
  • Für regelmäßigen Unterricht: € 85,- monatlich fester Betrag*)
  • Einzelstunden: € 30,-

Für stärker Fortgeschrittene

  • 45-Minuten-Stunde
  • Für regelmäßigen Unterricht: € 125,- monatlich fester Betrag*)
  • Einzelstunden: € 45,-

Für Profis oder überdurchschnittlich Begabte

  • 60-Minuten-Stunde:
  • Für regelmäßigen Unterricht: € 160,- monatlich fester Betrag*)
  • Einzelstunden: € 60,-

*) Wöchentlicher Unterricht mit vertraglicher Bindung für ½ Jahr, Schulferien & Feiertage unterrichtsfrei und durchbezahlt.

Probestunde

Die erste Probestunde ist grundsätzlich kostenlos und dient dem gegenseitigen Kennenlernen.
Wer regelmäßigen Unterricht anstrebt und sich nach der Probestunde noch nicht sicher ist, kann gerne Einzelstunden in Anspruch nehmen.

Vereinbaren Sie einfach unverbindlich eine Probestunde über die Seite Kontakt.

Unterricht nach der Lichtenberger® Methode

Das Lichtenberger® Institut für angewandte Stimmphysiologie wurde 1982 von Gisela Rohmert (Sängerin/Gesangspädagogin) und Dr. Ing. Walter Rohmert (Professor für Arbeitswissenschaft TU-Darmstadt) gegründet. Ausgangspunkt war 1980 ein Forschungsprojekt am Institut für Arbeitswissenschaft der TU Darmstadt.
Mit umfangreichen physiologischen und akustischen Messmethoden wurden die Vorgänge bei Gesang und Instrumentalspiel erfasst. Zahlreiche Körpertechniken und physiologische Modelle wurden in ihrer Wirkung auf den Stimmklang untersucht.
Freiheit und Leichtigkeit des Singens, großer Stimmumfang und weitgehende Altersunabhängigkeit waren das anfängliche Postulat. Damals hieß das Institut noch „Lichtenberger Institut für funktionales Stimmtraining“.
Ein erweitertes Verständnis der Beziehung des sensorischen Nervensystems zum Klang führte zu einem neuen Ansatz in der Stimm- und Instrumentalpädagogik.
[entnommen aus der Selbstbeschreibung des Instituts]

Beeindruckend ist das Wissen über stimmphysiologische Funktionszusammenhänge und die sensorische Relgulation durch die verschiedenen Nervenzentren, welches in Umfang und Tiefe möglicherweise einmalig sind. Faszinierend auch die Unterrichtsmethode, die auf Stimmulation und Selbstregulation setzt. Sie bedient sich, durch Intuition und Empathie geleitet, eines tiefen Wissens um die Vorgänge des Singens (und des Lebens generell), die in jedem Menschen strukturell verankert sind.
Bei der Stimmulation wird das System „Sänger“, in Abgrenzung zur Manipulation, angeregt. Es werden Prozesse im synergetischen Sinne angestoßen, hin zu einer Selbstregulation der Stimme. Also einer Regulation aus sich selbst heraus. Dagegen steht die Manipulation, die versucht von außen her zu regulieren, was nicht richtig „funktioniert“. Besser ausgedrückt, das Singen der Erwartung von definierten Normen anzupassen, die nicht aus den Stimmprozessen selbst stammen, sondern von außen eingebracht werden. Gisela Rohmert führt dazu aus: „Der Stimmulationssender (Pädagoge) scheint aus einem größeren, flexibleren Konzept heraus zu agieren, der Manipulationssender (Trainer) bewegt sich in einem engeren, ‚orthodoxen’ Rahmen. In der Stimmulation wird die Regel nicht fest definiert, während die Manipulation eine Regel aus ihrem Umfeld herauslöst. Die Stimmulation riskiert eine andere als die erwartete Antwort (verbal-nonverbal), die Manipulation definiert sich über das festgelegte Ziel.“[„Der Sänger auf dem Weg zum Klang“, Lichtenberger Musikpädagogische Vorlesungen, Gisela Rohmert, Zeitschrift für Arbeitswissenschaft, 1991, S. 52/53]
So hat ein (manipulatives) Trainingsmodell in der Regel einfach zu verstehende Lösungen zur Hand, die ein begegnetes sängerisch- oder instrumental-technisches Problem zu lösen gedenkt, in dem es das Problem aus seinem Kontext und Umfeld heraus isoliert. Es löst das betrachtete Problem aber nicht wirklich. Wie oft erlebt man, dass solch ein „Trick“, wenn er denn „funktioniert“ (denn er funktioniert nicht bei jedem - somit sucht sich das Trainingsmodell seine für die Methode „begabten“ Schüler aus), am nächten Tag, oder in der nächsten Woche nicht mehr funktioniert. Oder er funktioniert immer nur im Unterricht, aber selten beim häuslichen Üben, oder er funktioniert beim Üben, aber nicht mehr bei einem Auftritt oder Konzert. Die Rahmenbedingungen, in die eine Problemstellung immer eingebettet ist, sind außer Acht gelassen. Diese Können die Problemkonstellation aber erheblich verändern. Eine stimmulative Pädagogig braucht vielleicht länger, um Probleme zu lösen, ist dafür aber nachhaltiger und stabiler und vor allem mit einem qualitativ anderem Ergebnis. Ein weiterer Vorteil: Weil die Regulation aus der Stimme selbst heraus geschieht, hat der Musiker den Kopf frei von offensichtlichem oder unterschwelligem Leistungsdruck, für kreastive Begenungen mit der Musik, sich selbst und den Zuhörern.
Frau Rohmert schreibt weiter: „Die Stimmulation beruht auf einem Eingabe-Antwort-Modell. Kein Pädagoge kann genau wissen, welches Element oder welche Ebene er im ‚System’ Sänger am stärksten in Bewegung gebracht hat. Vielleicht hat er über einen Vorschlag, der den Klang betrifft, eine gewohnte Körperbewegung verschoben oder eine bestimmte Emotion angeregt, eine Frustration augeslöst oder das Konzept des Sängers irritiert. Vielleicht hat er, ohne es zu beabsichtigen, eine Destabilisierungsphase oder eine Fluktuation eingeleitet (im synergetischen Sinne ein Glücksfall), die auf keinen Fall rückgängig gemacht werden sollte.“ Und: „Währen der ‚Trainer’ hart am Thema entlang handelt (manipuliert), versucht der ‚Pädagoge’, den Antrieb im Menschen, alle Ebenen zu einer Einheit zu verschmelzen, dadurch zu unterstützen, dass er auch alle diese Ebenen in dem Stimmulationsvorgang mit einbezieht: Körper, Sinnesorgane, Imagination, Psyche, Geist.“

Der Versuch den Unterricht zu beschreiben, kommt der Realität des Unterrichts sowie der empfundenen Bedeutung nur unklar nahe. Schüler*innen würden wahrscheinlich sehr unterschiedliche Aspekte des Unterrichts als herausragende Punkte hervorheben. Für jede*n ist die Beschäftigung mit der eigenen Stimme auf dieser Grundlage äußerst spannend, anregend und wohltuend.

Das Verstehen kommt durch das Erleben im Tun.

Alles geschilderte gillt für das Singen, wie auch für das Instrumentalspiel.
Beim Gesang wie beim Instrumentalspiel geht es um komplexe motorische Regelprozesse und dem Klang als Vermittler.