Für wen ist der Unterricht geeignet?
- Laien und Gelegenheitssänger*innen
- Semi- / Professionelle Sänger*innen
- „Brummer“
- Menschen / Sänger*innen mit Stimmproblemen
- Interessierte und neugierige Menschen
Beweggründe, mit denen man in meinem Unterricht gut aufgehoben ist:
- Wer an Persönlichkeitsentwicklung interessiert ist,
- Möglichkeiten erleben und erlernen möchte, Wege aus persönlichen und gesellschaftlichen Einbahnstraßen zu finden,
- oder ungeahnte Fähigkeiten und uraltes Wissen in sich zu entdecken.
- Wer ganz banal seine Sing- oder Sprechstimme nachhaltig entwickeln
bzw. weiter bringen möchte.
(Schnelle Patentlösungen sind nicht nachhaltig und lösen nicht das jeweilige Grundproblem, deshalb liegen sie in der Regel nicht in meinem Interesse.) - Es geht in erster Linie um das wichtigste und kostbarste Potential
des Sängers, seine Stimme, genauer gesagt sein Klang.
(Die Arbeit hieran ist umfangreich und spannend genug. Viele andere Aspekte des Singens, wie z. B. Intonation oder kreativer, künstlerischer Ausdruck erfüllen sich im Laufe der Stimmentwicklung mit einem Mal zum großen Teil von ganz allein, anders als anfänglich erwartet und auf eine faszinierend einfache Art.) - Notenlernen und Literatur einstudieren sind normalerweise kein Bestandteil meines Unterrichts.
- Wer ganz banal seine Sing- oder Sprechstimme nachhaltig entwickeln
bzw. weiter bringen möchte.
Ein paar persönliche Worte zu den sogenannten „Problemstimmen“:
Der „Brummer“ kann unter Umständen ein
Glücksfall für den Lehrer sein.
Beim Singen sind die zwei gegensätzlich arbeitenden Hälften des Gehirns
angesprochen. Die linke Hemisphäre mit ihren analytischen
Fähigkeiten, die auch für den Umgang mit Tonhöhen und Sprache
zuständig ist und die rechte Hemisphäre mit ihren ganzheitlich
intuitiven und kreativen Fähigkeiten, die für die Klangdifferenzierung
verantwortlich ist.
Tonhöhenkontrolle steht sehr häufig oder lange Zeit in der Stimmentwicklung
der Klangdifferenzierung als Konkurrenz gegenüber.
Vielleicht auch darum kann ich in den meisten Fällen bei „Brummern“ eine starke Verschiebung der Begabung von einer Tonhöhenkontrolle weg (es entsteht hier ein Defizit) hin zugunsten einer besseren Klangdifferenzierung feststellen. Für ihn ist die Wahrnehmung von Klangnuancen viel selbstverständlicher und er kann stimmulierten Änderungen im Klang häufig leichter folgen. Dies ist nicht unbedingt eine gängige Einschätzung, die „Brummern“ zuteil wird, entspricht aber meiner langen Erfahrung als Chorleiter und Stimmbildner.
Stimmprobleme, wie häufige oder schnelle Heiserkeit, aber u. U.
auch Schleimhautdefekte bis hin zu Stimmbandknötchen, können sehr gut einem
unphysiologischen Gebrauch der Stimme entspringen. Hier müssen sich
die motorischen Gebrauchsmuster, die inneren Strategien, ändern.
Die Überwindung dieser Muster kann ganz grundsätzlich je nach Flexibilität
des Systems „Sänger“, der Qualität der Selbstwahrnehmung
und auch der Stärke des Grades der Offenheit, Neugierde und
Faszination schneller gehen, oder auch deutlich mehr Zeit in Anspruch
nehmen.
Letztendlich braucht jeder die Zeit, die er braucht und das ist auch
gut so.
Denn Schnelligkeit an sich ist keine Qualität.